Dauerbrenner Low Carb Diät

Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist bekannt, das eine Verringerung der Kohlenhydratzufuhr zur Gewichtabnahme führt. In den letzten Jahrzehnten stieg das Interesse an den verschiedenen Formen der Low Carb Diät, welche zum Teil durchaus zum Erfolge führen. Vor Beginn der Diät sollte man sich jedoch gut informieren.

Fettzellen in Energie umwandeln, um sie loszuwerden

Ob man nun eine Atkins Diät, eine Glyx Diät oder eine andere Low Carb-Variante betreibt, das zugrundeliegende Prinzip bleibt dasselbe:
Die Kohlenhydrataufnahme wird begrenzt oder bis fast auf null gesenkt. Dadurch wird dem Körper die einfachste Form, an Energie zu kommen, verwehrt. Wenn also die Kohlenhydrate als schnell körperverwertbare Energieform fehlen, wird der schwierige Weg über die Fettreserven genommen. Anstatt Kohlenhydrate aus Nudeln und Ähnlichem in Einfachzucker aufzuspalten, beginnt die Leber mit der Umwandlung gespeicherter Fettzellen in Energieträger. Bei den Nahrungsfetten dauert es länger, sie in eine verwertbare Form aufzuspalten, dafür haben sie ein höheres Energiepotential, das von den Zellen verwendet werden kann.

Eiweißreiche, wenig verarbeitete Lebensmittel trumpfen

Da alles, was man isst, vom Körper in eine für die Zellen verwertbare Form gebracht werden muss, spielt Disziplin bei der Nahrungsauswahl eine große Rolle für den Diäterfolg. Mittlerweile gibt es zudem eine Vielzahl von Low-Carb-Nahrungsergänzungsmitteln zu kaufen, etwa Kohlenhydratblocker als Diät-Unterstützung von vitaminexpress.org. Diese sollen die Bildung von Enzymen für die Kohlenhydrataufnahme verhindern. Optimalerweise schafft man es jedoch auch ohne Tabletteneinnahmen, mehr Proteine und vor allem abends keine Kohlenhydrate zu essen. Bei der Low Carb Diät sind insofern Parallelen zur Paleo Diät erkennbar. Eine Rückbesinnung auf den Urmenschen und sein Nahrungsangebot soll auch dem modernen Menschen helfen. Für hoch verarbeitete Lebensmittel, wie Schokoriegel oder Cornflakes, so die Theorie, sei der menschliche Verdauuungstrakt gar nicht ausgelegt.

Zu wem passt Low Carb?

Wie der Mediziner Markus de Marées in einem Interview erklärt, kommt es bei jeder Diät letztendlich darauf an, mehr Energie zu verbrauchen als zuzuführen. Kohlenhydrate sind nicht nur rasch verbrannt und lassen oft den Blutzuckerspiegel hochschnellen, sie haben auch eine hohe Kaloriendichte. Daher ist es bei einem gleichbleibenden Nahrungsvolumen sinnvoller, Proteinhaltiges und Gemüse zu verspeisen. Die ausbleibenden Nudeln etwa in selber Menge durch Fleisch zu ersetzen, führt aber nicht zur effizienten Kalorieneinsparung. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass

  • eine hohe Fett- und Eiweißaufnahme das Herz-Kreislaufsystem belasten kann,
  • zu viel Fleisch- und Ölkonsum den LDL-Cholesterin-Spiegel erhöht,
  • Low Carb nicht für Menschen mit Leber- oder Nierenproblemen zu empfehlen ist,
  • der Abnehmerfolg nach einem halben Jahr erheblich geringer wird und
  • Schwangeren generell von radikalen Diäten abgeraten wird.

Vorteilhafte Lebensmittel bei der Low Carb Diät

Wie bei allen Abnehmprogrammen muss der Süßigkeiten- und Alkoholkonsum gedrosselt werden, während Maßnahmen für den Muskelaufbau hilfreich sind. Wer es mit Low Carb versuchen möchte, sollte viel Gemüse und Hülsenfrüchte in den täglichen Speiseplan integrieren. Ab und zu sind auch Nüsse, Samen und andere Quellen hochwertiger pflanzlicher Fette erlaubt und sogar wichtig. Fisch, Fleisch und Beerenobst sollten ebenfalls maßvoll konsumiert werden, damit der Abnehmerfolg möglich wird. Außerdem, wie bei allen Versuchen einer gesünderen Lebensweise, muss auf ausreichend Schlaf und eine genügende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.