Heißhunger auf Fettiges

Abbildung 1 (Foto: pixabay): Burger und Pommes sind der Inbegriff von fettigem Essen. Häufig hängt eine Heißhungerattacke mit exakt diesen Lebensmitteln zusammen. Was die Gelüste bedeuten, zeigt dieser Artikel.

Es ist die Lust, die einen übermannt und der man sich – je nach Gemütsstärke – kaum widersetzen kann. Die Rede ist vom Heißhunger und ganz speziell vom Heißhunger auf Fettiges. Pommes, Fleisch, Chips und Co. sind die Vertreter der fettigen Lebensmittel. Sie geistern einem dann durch den Kopf, wenn die Heißhunger-Attacke startet und sich das komplette Gedankengeflecht ausschließlich um eines dreht: um fettiges Essen. Woher diese Gelüste kommen und was sie stillt, verrät dieser Beitrag.

Daher kommt die Sucht nach fettigen Lebensmitteln

Der Darm bzw. die dort vorhandenen Hormone (sogenannte Endocannabinoide) sind dafür verantwortlich, dass Menschen Heißhunger auf fettiges Essen verspüren. Dies haben Forscher der kalifornischen Universität in Irvine entdeckt. Der Grund für diesen menschlichen Effekt ist durchaus sinnig, denn einst war genau dieser Effekt dafür verantwortlich, dass Menschen Fette konsumiert haben. Damals waren sie lebensnotwendig. Heute sind sie im Überfluss vorhanden und begünstigen Diabetes und Übergewicht, manchmal sogar Krebserkrankungen.

In einem Bericht der Krankenkassenzentrale heißt es dazu:

 

„Anhand von Tierversuchen gewannen die Forscher die Erkenntnis, dass Heißhungerattacken auf fettige Lebensmittel vom Organismus selbst ausgelöst werden. Die Tiere erhielten zunächst fettreiche Nahrungsmittel und anschließend wurde deren Darmaktivität genau untersucht. Dabei zeigte sich, dass bereits der Geschmack von Fettigem die Produktion von bestimmten chemischen Botenstoffen im Darm auslöst, die den berauschenden Wirkstoffen von Hanfpflanzen ähneln. Nahrungsmittel mit hohem Zucker- oder Proteinanteil konnten diese Wirkung jedoch nicht auslösen.“

Das steckt hinter dem Heißhunger nach fettigem Essen

Abbildung 2 (Foto: pixabay): Verlangt der Körper nach einem Brot mit Nuss-Nougat-Creme, kann das auf einen Magnesium-Mangel (wegen der Schokolade) oder auf einen Stickstoff-Mangel (wegen der Kohlenhydrate) hinweisen.

Glaubt man der Redaktion des Strong-Magazins, versteckt sich hinter jeder Heißhunger-Attacke eigentlich ein Mangel. Und eben diese Mangelerscheinung tut der Körper kund, indem er Heißhunger signalisiert.
Welche Heißhunger-Attacke, auf welchen Mangel hinweist, fasst diese Tabelle zusammen:

 

Heißhunger auf… …bedeutet Mangel an… Das ist die bessere Alternative
Fettiges Essen Calcium Milch, Käse, Joghurt, Nüsse, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Blattgemüse
Kohlenhydrate in Form von Brot oder Nudeln Stickstoff (Nitrogen) Bohnen, Nüsse, Fisch, Fleisch und proteinreiche Nahrung
Salziges Essen Silizium, Chlorid Samen, Nüsse, Ziegenmilch, Fisch
Schokolade Magnesium
  • Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen und Linsen)
  • Samen (z.B. Pinienkerne, Sesam, Kürbiskerne)
  • Nüsse (z.B. Paranüsse, Pistazien, Macadamia-Nüsse, Erdnüsse
Ständiger Heißhunger ohne bestimmte Vorlieben Tyrosin, Tryptophan
  • bei Tyrosinmangel: Erdnüsse, Brie, Camembert, Sojabohnen, Erbsen, Schweinefleisch
  • bei Tryptophanmangel: Spinat, Süßkartoffeln, Lamm, Käse, Leber
Süßigkeiten Chrom, Kohlenstoff, Phosphor, Schwefel, Tryptophan
  • bei Chrommangel: Käse, Hähnchen, Trauben, Brokkoli
  • bei Kohlenstoffmangel: Obst
  • bei Phosphormangel: Hülsenfrüchte, Getreide, Eier, Hähnchen, Rindfleisch, Fisch
  • bei Schwefelmangel: Brokkoli, Blumenkohl, Meerrettich, Cranbeeries
  • bei Tryptophanmangel: Spinat, Süßkartoffeln, Rosinen, Lamm, Käse, Leber

Quelle: STRONG Magazine

 

Heißhunger auf fettiges Essen deutet auf einen Mangel an Calcium hin. Ist dies der Fall, könnte das mitunter einige negative Folgen haben, denn Calcium ist nicht nur Bestandteil von Zähnen und Knochen, sondern auch an der Hormonproduktion beteiligt.

Calcium …

  • hat Aufgaben im Blut zu bewältigen,
  • hilft beim Aufbau von Nerven und unterstützt die Reizübertragung,
  • ist für eine gesunde Verdauung verantwortlich,
  • reguliert Hormone und aktiviert die dazugehörigen Enzyme,
  • stärkt das Bindegewerbe,
  • stärkt die körpereigene Abwehr und versorgt den Körper mit wichtigen Mineralstoffen.

Heißhunger auf Fettiges!? Manche Fritteuse betreibt Schadensbegrenzung

Abbildung 3 (Foto: Pixabay): Obgleich Fisch eigentlich viele gesunde Fette beinhaltet, ist die Kombination aus frittierten Fischstäbchen und frittierten Pommes kalorientechnisch eine schlechte Kombination.

Fritteusen mit Fett gehören zu den gängigen Modellen. Fritteusen ohne Fett werden jedoch immer häufiger nachgefragt, denn: Sie versprechen den Genuss von fettigem Essen, allerdings mit deutlich reduziertem Fettgehalt.
Die Fritteuse mit und ohne Öl unterscheidet sich in diesen Parametern, wie dieser Küchengeräte-Test zeigt:

 

Fritteusen mit Öl Fritteusen ohne Öl
  • Herkömmliche Fritteusen haben das Garelement unter dem Behälter oder im Boden. Sogenannten Kaltzonen-Fritteusen haben das Garelement im Behälter.
  • Das Auswechseln des Frittieröls ist meist eine ungemütliche Aufgabe, weswegen Fritteusen mit Öl auch immer mehr an Anhängern einbüßen.
  • Der Geschmack ist das, nach was diejenigen, die dem Heißhunger erliegen, sich wünschen: Fett.
  • Frittiert wird bei diesen Modellen ohne Öl, stattdessen mit heißer Luft.
  • Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Fettgehalt ist deutlich reduziert. Die Reinigung ist einfacher. Es ist kein Vorheizen nötig und das Essen wird gesünder und kalorienärmer. Die Geruchsentwicklung ist deutlich geringer als beim Erhitzen von Fett und das Heißluftgerät ist deutlich sicherer in der Anwendung.

 

Übrigens: Wer glaubt, dass nur Frittiertes einen hohen Fettgehalt hat, der irrt sich. Auch Butter, Creme fraiche, Frischkäse, Mascarpone, Milch und Mayonnaise ist fetthaltig. Daneben gibt es eine Reihe fettiger Fische, wie etwa Thunfisch, Lachs und Hering, und fettige Fleischsorten, wie Schweinebauch, Bratwurst, Gans und Ente (vgl. unser Artikel Heißhunger auf Fleisch). Käse, Knabberzeug, Nuss-Nougat-Creme, Schokoladenkekse, Wurst und Oliven sind weitere fettige Kalorienbomben.