Maltit – zuckerfreie Süße für Schokolade, Eiscreme & Co

In Lebensmittelgeschäften erscheinen immer häufiger Süßigkeiten, die auf die Zugabe von Zucker vollständig verzichten. Wie es jedoch möglich ist, Plätzchen, Soßen und sogar Schokolade zuckerfrei zu produzieren, ist vielen Konsumenten unklar. Die Lösung bietet Maltit, ein Zuckeralkohol, der ursprünglich zur Herstellung von Süßwaren für Diabetiker verwendet wurde. Mittlerweile gilt Maltit allerdings nicht nur der Gesundheit der Diabetiker, sondern auch einer gewöhnlichen Diät. Ähnlich wie Zucker wird Maltit so bei der Herstellung von Nahrung standardmäßig verwendet. Dies gilt auch bei Kaugummi, Eiscreme oder bei Schokolade.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Maltit Herstellung
  2. Allgemeine Daten
  3. Maltit Eigenschaften
  4. Maltit Produkte
  5. Weitere Anwendungsbereiche

Herstellung von Maltit – wenig Kalorien und wenig Energie

Fachlich wird Maltit als Maltitol bezeichnet. Es kann aus Maisstärke gewonnen, in Maltose umgewandelt und im Labor schließlich zu Maltitol verarbeitet werden. Beim Endprodukt handelt es sich dann um einen sehr süß schmeckenden Zuckeralkohol mit einer Süßkraft von bis zu 90 Prozent. Im Gegensatz zum Haushaltszucker hat es mit 2,4 kcal/g jedoch wesentlich weniger Energie und wird vorwiegend bei einer längerfristigen Diät vorgezogen. Zudem kann Maltit als Ersatz für zuckerhaltige Produkte bei einem bestehenden Diabetes angewendet werden, da der Hauptbestandteil insulinunabhängig im Körper verarbeitet werden kann. Darüber hinaus wird Maltitol meistens auch Glucose und ein kurzkettiger Mehrfachzucker beigemischt, sodass weniger Süße und damit noch weniger Kalorien pro Gramm bestehen.

Allgemeine Daten über Maltit

Die chemische Bezeichnung von Maltitol lautet E 965, deren Summenformel ist C12-H24-O11 und die CAS-Nummer lautet 585-88-6. Der Schmelzpunkt liegt bei 149 bis 152 Grad Celsius und die innere Energie beträgt 10 kJ/g. Als weißes Pulver ähnelt es optisch und aufgrund der Süße auch geschmacklich einem gängigen Haushaltszucker, wird als solcher allerdings nicht eingestuft. Lebensmittel dürfen daher als zuckerfrei deklariert werden, wenn keine weiteren Zuckersubstanzen enthalten sind. Häufig dient Maltit daher als Ersatz zum Zucker und kommt vorwiegend bei der Produktion von Süßigkeiten zum Einsatz.

Maltit und seine Eigenschaften

Nach umfangreichen Untersuchungen wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben, dass Maltit von Diabetikern unbedenklich eingenommen werden kann. Gesundheitliche Beschwerden würden nämlich nur bestehen, wenn der Zuckerersatz in vergleichsweise sehr großen Mengen verzehrt werden würde. In diesem Falle könnte Maltitol eine abführende Wirkung annehmen. Entsprechend wurde innerhalb von Deutschland ein Gesetz erlassen, dass Produkte maximal zu zehn Prozent Zuckeraustauschstoffe enthalten dürfen. Andernfalls muss der Konsument mit einem Warnhinweis über die möglichen Gefahren noch vor dem Kauf des Produktes informiert werden. Hierbei wird der Verzehr von 30-50 g pro Tag von Verbraucherschützern bereits als gesundheitsgefährdend eingestuft.

Maltit Produkte – Süßigkeiten und mehr

Malitol wird nach wie vor als Zuckerersatz für Diabetiker produziert. Dies gilt insbesondere für Süßigkeiten, Plätzchen, Soßen und Getränke. Hinzu kommen weitere Luxusgüter, wie etwa die Eiscreme oder der Kaugummi. Diese Produkte sind dann immer noch zuckerfrei und können von Diabetikern uneingeschränkt konsumiert werden. Dieser Freiraum hilft den Betroffenen, die Krankheit auch psychisch bewältigen zu können.

Weitere Anwendungsbereiche

Zweitrangig spielt Maltit auch bei der Diät, aufgrund der geringen Menge an Kalorien, eine wichtige Rolle. So ist es den Konsumenten stets möglich, Süßigkeiten zu verzehren und Kalorien dennoch nicht übermäßig einzunehmen. Ein weiterer Anwendungsbereich besteht bei der Aufbereitung von Nahrung. Die Aufnahme von Feuchtigkeit gehört nämlich zu den wichtigsten Eigenschaften von Maltit. Bei der Aufbewahrung von Süßwaren ist es demnach möglich, die Feuchtigkeit der Luft zu entziehen und die Lebensmittel so vor dem Austrocknen zu bewahren. Bei der Anwendung als Feuchthaltemittel bestehen hierbei allerdings strenge Beschränkungen. So darf ein Lebensmittel nicht zu mehr als fünf Prozent aus Maltit bestehen. Ausnahmen bestehen lediglich bei Nahrungsergänzungsmitteln, die aufgrund einer höheren Konzentration die Gesundheit des Konsumenten fördern können.

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