Lakritz: Gesundheitliche Vorteile des schwarzen Goldes

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Was ist Lakritz eigentlich?

Lakritz ist ein beliebtes Süßholzprodukt, das aus der Wurzel der Glycyrrhiza glabra Pflanze gewonnen wird. Diese Pflanze ist vor allem in Südeuropa und Asien verbreitet und wird seit Jahrhunderten wegen ihrer süßen und würzigen Eigenschaften geschätzt. Die Spezialität hat einen unverwechselbaren Geschmack, den viele Menschen lieben. Es existieren verschiedene Arten – von weichen und zähen Formen bis hin zu harten und spröden Varianten. Auch farblich gibt es Unterschiede, die von tiefschwarz bis rötlich-braun reichen.

Schon in der Antike nutzten Menschen die Wurzel der Pflanze als Heilmittel gegen Husten und Magenbeschwerden. Besonders in Ägypten und Griechenland galt die Pflanze als wertvolles Naturheilmittel. Später wurde sie auch in Klöstern angebaut, wo Mönche sie zur Herstellung von Heilmitteln verwendeten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dem Heilmittel die süße Leckerei, die heute in so vielen Variationen bekannt ist.

Herstellung

Die Herstellung dieses Naschwerks ist aufwendig. Zunächst wird die Süßholzwurzel geerntet, sorgfältig gereinigt und anschließend zerkleinert. Danach erfolgt das Kochen in Wasser, um die süßen und aromatischen Bestandteile zu extrahieren. Der gewonnene Extrakt wird eingedickt und mit weiteren Zutaten wie Zucker, Mehl und Gewürzen vermischt, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Anschließend formt man die Masse, trocknet sie und bringt sie in verschiedene Formen – etwa Stangen, Pastillen oder kleine Stücke.

Die Herstellungsverfahren variieren je nach Region. In Nordeuropa wird die Spezialität häufig mit Salmiak kombiniert, wodurch eine besonders kräftige, salzige Note entsteht. In Südeuropa hingegen sind eher süße Varianten verbreitet, die manchmal sogar mit Honig verfeinert werden. Diese regionalen Unterschiede machen das Produkt so vielfältig und spannend.

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Geschmacksrichtungen und Varianten

Das Produkt ist in einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen erhältlich. Neben der klassischen tiefschwarzen Form gibt es rote Varianten, die mit Fruchtaromen wie Himbeere oder Kirsche verfeinert werden. Manche Hersteller ergänzen die Süßigkeit mit Schokolade, Salz oder exotischen Gewürzen. Für Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen existieren außerdem glutenfreie und vegane Alternativen, die mittlerweile ebenfalls sehr beliebt sind.

Interessant ist, dass die Vorlieben für die Süßigkeit kulturell sehr unterschiedlich sind. Während sie in Ländern wie Finnland, Schweden oder den Niederlanden ein fester Bestandteil der Alltagskultur ist, gilt sie in anderen Regionen eher als Nischenprodukt. Dort haben sich sogar eigene Lakritz Festivals etabliert, auf denen sich Hersteller und Fans austauschen und neue Kreationen probieren können.

Gesundheitliche Vorteile von Lakritz

Lakritz ist nicht nur ein Genussmittel, sondern kann auch einige gesundheitliche Vorzüge bieten.

  • Verdauung: Seit Jahrhunderten wird die Leckerei bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt eingesetzt. Die enthaltene Glycyrrhizinsäure wirkt entzündungshemmend, schützt die Schleimhäute und kann Blähungen, Krämpfe oder Reizungen lindern.
  • Immunsystem: Antioxidantien sowie antivirale Eigenschaften tragen dazu bei, freie Radikale abzuwehren und die Abwehrkräfte zu stärken. Studien zeigen, dass das Süßholzprodukt sogar gegen bestimmte Infektionen helfen kann.
  • Atemwege: Bei Husten und Halsschmerzen wirkt die Spezialität beruhigend und kann auch bei Asthma aufgrund entzündungshemmender Effekte hilfreich sein.
  • Haut: Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Köstlichkeit bei Ekzemen und Akne lindernd wirken kann. Zudem könnte sie einen gewissen Schutz vor UV-Strahlung und damit vorzeitiger Hautalterung bieten.
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Mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Trotz aller positiven Eigenschaften gibt es auch Risiken, die bedacht werden sollten:

  • Bluthochdruck und Wassereinlagerungen: Der Verzehr größerer Mengen kann den Blutdruck erhöhen und zu Wasseransammlungen führen, da Glycyrrhizinsäure den Cortisolabbau hemmt.
  • Medikamente: Bei gleichzeitiger Einnahme von Blutdrucksenkern, Diuretika oder bestimmten Antibiotika kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte Rücksprache mit dem Arzt halten.
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Allergien: Manche Menschen reagieren empfindlich. Symptome können Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen oder Atemprobleme sein.

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